Diese Seite enthält Antworten zu häufig gestellten Fragen an Raymond Tavernier zur Kursunterstützung. Ausserdem enthält sie Tipps und Tricks, die ich für nützlich halte und hier als Fragen präsentiere.
Entwicklung von Nordic WalkingBewegungsablauf
Für wen ist Nordic Walking geeignet
Was ist ... ?
Wann ist ... ?
Entwicklung von Nordic Walking
Die Anfänge dieser Sportart liegen in den 30er Jahren. Schon damals wurde unter dem Namen Stockgang oder Stocklauf schnelles Gehen von Langläufern im Sommer und Herbst in das Training integriert, um die Kondition zu verbessern und so schon im Winter in höhere Trainingsintensitäten einzusteigen. Diese Bewegungsform wurde dann in den 1980er Jahren in den USA unter dem Begriff Pole Walking, als äusserst effektive Variante des klassischen Walking bekannt, konnte sich aber nicht in der breiten Masse etablieren. Erst Ende der 1990er Jahre wurde Nordic Walking als Sportart in Finnland vorgestellt. Im Norden des Landes wurden im selben Jahr auch die ersten Trainer ausgebildet, darunter auch einige Deutsche.
Bewegungsablauf
Durch die Stöcke wird auch der Oberkörper einschliesslich der Rückenmuskulatur trainiert. Der Ablauf wird durch bewussten Umgang mit den Stöcken gesteuert. Der rechte Stock hat immer dann Bodenberührung, wenn die linke Ferse aufsetzt, der linke Stock, wenn die rechte Ferse aufsetzt. Die Stöcke werden nah am Körper geführt. Die Schultern sollen stets locker und entspannt sein. Die Stöcke werden schräg nach hinten eingesetzt; der Stockeinsatz sollte immer unterhalb des Körperschwerpunktes, also in der Schrittstellung auf der vertikalen Körperachse erfolgen. Um eine hohe Trainingswirkung zu erzielen, sollte folgendes beachtet werden: angepasste Schritte machen, gut abrollen, die Arme weit schwingen, die Arme möglichst gerade halten und mit den Armen nach hinten arbeiten (d.h. man soll mit der Hand über die Hüfte hinaus kommen). Lange Schritte erhöhen jedoch die Gelenkbelastungen.
„Nordic Walking ist ein Sport für Alte – und für Junge!"
Nordic Walking ist eine Sportart mit positiven Auswirkungen auf den gesamten Körper. Allerdings nur, wenn sie richtig ausgeübt wird. Tips der Nordic – Walking – Schule - Bonstetten.
Ist Nordic Walking ein Sport für Alte?
Nordic Walking ist etwas für alte Leute – Stimmt. Und für junge! Und für mittelalte. Und für junggebliebene. Also für alle – egal, wie alt sie sind.
Was braucht der Einsteiger?
Den Mut, etwas in seinem Leben zu ändern. Ein Paar Schuhe, in denen man gut laufen kann und bequeme, der Witterung angepasste Kleidung. Es empfiehlt sich, einen Schnupperkurs oder gleich einen Einsteigerkurs zu belegen, um die Vorteile der richtigen Technik kennen zu lernen. Die Stöcke werden dabei zur Verfügung gestellt.
Ist die Ausrüstung denn so wichtig? Tut es auch ein günstiges Angebot aus dem Discounter?
Wie bei jeder anderen Sportart auch ist eine gute Ausrüstung sehr wichtig. Es soll ja schliesslich Spass machen. Sehr wichtig ist, dass man das Handschlaufensystem perfekt anpassen und einstellen kann und es sich nicht während des Gebrauchs verändert.
Welche positiven Auswirkungen hat Nordic Walking auf den Körper?
Nordic Walking ist effektiver als Walking ohne Stöcke. Beim Nordic Walking hat man wegen der hohen Muskelbeteiligung einen enorm hohen Energieverbrauch. Der Bewegungsapparat wird entlastet und durch den aktiven Einsatz der Atemhilfsmuskulatur wird die Sauerstoffversorgung des gesamten Organismus gesteigert. Nordic Walking trainiert vier der fünf motorischen Hauptbeanspruchungsformen: Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination und löst zudem Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Ausserdem wird die Herzarbeit ökonomisiert und das Immunsystem gestärkt.
"Gut, dass ich den Kurs bei Euch gemacht habe, ich wusste ja gar nicht, wieviel müheloser und effektiver ich mit der richtigen Technik laufen kann!"
Die Grundbewegung des Nordic Walking hat sich aus der natürlichen Laufbewegung des Menschen heraus entwickelt. Soll Nordic Walking aber einen echten Trainingseffekt haben, dann ist die Ausübung der korrekten Technik einfach unerlässlich.
"Wozu ein Kurs, ich sehe doch wie die alle laufen..."
Falsch, falsch und nochmals falsch... Wie eine gerade im Oktober 2008 durchgeführte Studie zeigt laufen über 90% derjenigen, die sich als "Nordic-Walker" bezeichnen mit völlig falscher Technik und schädigen so mehr ihre Gesundheit, als dass sie ihre Gesundheit stärken. Denn das "Bewegungs-Sehen" setzt sich zwar mehr und mehr als anerkannte Lehr-Methode durch, dennoch kann diese Lehr-Methode alleine noch keinen Kurs ersetzen. Und so höre ich diese unüberlegte Einstellung vor Kurs-Antritt häufig. Nach Abschluss des Kurses sieht es dann meist anders aus:
Kann man auch Nordic Walking gezielt zur Fettverbrennung betreiben? Ist es genauso effektiv wie Jogging in dieser Beziehung?
Durch die individuelle Dosierung beim Nordic Walking kann man ganz hervorragend Gewichtsmanagement betreiben. Untersuchungen haben bewiesen, dass der gesundheitlich wertvollste Trainingsbereich bei einer Belastung von 65 bis 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz (220 minus Lebensalter) erreicht wird. Es gibt aber keine Zauberformeln, die auf jeden anwendbar sind. Deshalb zielt die Kontrolle der Herzfrequenz durch eine Pulsuhr vor allem darauf ab, die individuelle Trainings- und Sportintensität so zu dosieren, dass man sich einfach wohlfühlt. Und das ist beim Nordic Walking leicht zu erreichen.
Wieso sperren sich vor allem jüngere Männer gegen diese Sportart?
Eigentlich ist es ja gar keine Sportart sondern vielmehr ein Bewegungskonzept. Bei jungen Leuten – Männer wie Frauen – muss meistens Action und Fun dabei sein. Das heisst: die wollen sich auspowern. Nur wer nach dem Sport total erschöpft und ausgepumpt niedersinkt, meint, wirklich etwas getan zu haben. Nordic Walking ist aber ein super Grundlagentraining für alle Sportarten, die es gibt. Mit Nordic Walking kann man seinen Körper hervorragend für einen Wettkampf aufwärmen, sich während des Wettkampfes warm halten und nach dem Wettkampf auslaufen. Besser geht es nicht.
Was ist ... ? offen